Ohne Ziel, ein tolles Ziel!

Nach Tombstone, hatten wir eigentlich null Ahnung wo hin. Ich schlug vor durch den San Pedro Riparian National Conservation Area zu fahren, immerhin lag dieser direkt zwischen den Kartchner Höhlen, die sich John gerne von innen anschauen wollte, und unserer Nase. Außerdem neigte sich die Sonne und wir brauchten eine Übernachtungsstelle. Normalerweise, und jetzt da die O.H. wieder schnurrt, bleiben wir nur jede 3. oder 4. Nacht auf einen Campingplatz. So sind wir wieder richtig an Strom und Wasser angeschlossen, waschen Wäsche, entsorgen die angefüllten Tanks und stellen uns auch mal ganz gerne extrem verschwenderisch unter der Dusche des Platzes… immerhin sind die Gebühren extrem hoch hier. Was auch nicht so richtig in meinem angegrauten Kopf geht; Land und Platz gibt es hier ohne Ende, doch die Campingplätze extrem eng und ca. doppelt so teuer als bei uns. Nur die sogenannten Estate Parks sind einigermaßen billiger und auch sehr viel schöner vom Platz und Aufmachung. 

Was es hier hingegen sehr viel gibt, ist das so genannte wilde Campen. Bei den Rangers in jeder Region gibt es spezielle Landkarten und sehr freundliche Beratung. Das aber auch erst wieder seit ein paar Tagen, seit der „Government Shutdown“ aufgehoben wurde. 

Diese Plätze sind kostenlos und meistens sehr einsam gelegen, aber genau das was richtiges Campen ausmacht.

So auch an diesem jenen 23ten. standen wir irgendwo und doch nirgends, am späten Nachmittag um zu übernachten. Da hielt plötzlich ein alter Pickup und die Fahrerin erklärte uns, dass es keine gute Idee sei, es sei denn wir ziehen ein paar Meilen weiter rein. Wir kamen kurz ins Gespräch und schon lud sie uns auf Ihre „Ranch“ ein, um dort auf dem Hof zu übernachten. 

Schnell packten wir unsere Sessel und Tisch ein und folgten der netten Dame.

Ja… was soll ich sagen… wir blieben zwei Nächte und durften eine Menge erleben. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine sogenannte „Tier Rettungsfarm“ handelte, die allein von dieser 65 jährige Sandy betrieben wurde. Die auch viel und gerne Schulklassen und Stadtkinder aufnahm, die dort unter sehr strenger Aufsicht helfen und lernen dürfen. 

Hier unsere erste Nacht. Es war sehr kalt! Typische Wüstenwetter; sobald die Sonne untergeht, sinkt die Temperatur stündlich 3-4 Grad. Und tagsüber sind Shorts und T-Shirts angesagt.

Kurz nach Sonnenaufgang kamen schon die ersten wilden Truthähne und Rehe und erbettelten ihr Frühstück. Ja, wilde Tiere und Vögel folgen Sandy und wissen genau, dass sie es gut haben.

Sandy verfügt über ein immenses wissen was Natur, Fauna und Flora angeht. Sie war auch schon überall auf in der Welt und arbeitete mit den unterschiedlichsten Tieren.

Den Reptilien widmet sie aber ihr allergrößtes Interesse.

Ständig hatte sie was Neues um uns zu zeigen und erklären… und überhaupt… sind wir so gut wir garnicht zu Wort gekommen.

John machte sich nützlich und ich sonnte mich. Aber mit dem ausruhen war dann doch nix, Sandy hatte ständig was zum erzählen und zeigen.

Für mich allerdings, waren die Pferde das schönste Erlebnis. Gemeinsam sind wir zum Fluss und sobald freigelassen, lieferte uns die wunderschöne Mustang-Dame eine tolle Show.

Am zweiten morgen bekamen wir einen  Reptilien Vortrag mit Live Betatschung.

Ja, wir hatten wirklich zwei tolle Tage auf der „Grey Hawk Ranch“!!!

Liebe Grüße!

3 thoughts on “Ohne Ziel, ein tolles Ziel!

  1. Es macht viel Spaß, Dir weiter zu folgen, besonders, weil Du auch einen Bus Camper fährst. Wer weiß, vielleicht sieht man sich ja mal, denn in nicht allzuferner Zukunft planen wir eine Rückkehr und nehmen den Bulli mit.

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  2. Fein, fein – auf der Ranch gab es viel zu sehen und zu erleben. Find ich gut, dass Sandy euch mitgenommen hat.

    Hier in Deutschland fahren wir meistens einfache Stellplätze mit Strom und V/E an. Die richtigen Campingplätze sind uns auch oft einfach zu teuer, für das was wir bei ein oder zwei Übernachtungen dort überhaupt nutzen würden, Was nütz einem ein tolles Schwimmbad, wenn man doch nicht hingeht, weil man den Hund nicht stundenlang im WOMo ein sperren möchte usw. Somit geht es dann auch spartanischer. So ganz wild sind wir noch nirgends stehen geblieben, das ist in Deutschland ja auch nicht wirklich erlaubt ( allerhöchstens zum schlafen, um die Fahrtüchtigkeit wieder zu erlangen), Markise raus drehen oder Tisch und Stühle aufstellen, ist da ja schon verboten)

    Wir sind schon voller Vorfreude auf den April, wenn wir dann endlich wieder auf die Strassen dürfen.

    Ich wünsche euch weiterhin eine tolle Tour und ganz viele schöne Erlebnisse und freue mich schon auf den nächsten Bericht

    lg gabi

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  3. Boa, ist das toll!!!! Kann ich mir supergut vorstellen wie es dort gewesen ist und wie auch du dich wohlgefühlt hast. Das ist Abenteuer pur und erlebt man aber auch nur wenn mal so offen ist und auch auf Menschen zugeht. Ein Erlebnis welches ihr bestimmt so schnell nicht vergessen werdet, neben dem ganze Input was euch erreichen konnte. Den Hut kann man vor dieser Frau ziehen, nicht nur Leben retten sondern ihr Wissen auch weitergeben. Gerade für Schulkinder ist es sowas von wichtig, und was ist besser als solch ein toller Anschauungsunterricht.

    Danke dir dass du auch diesen Teil der Reise mit uns teilst. Ich freue mich sehr darüber.

    Take care and have a safe trip

    BesiSaluAbra

    N☼va

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