Was alles so war…

Liebe Leser, Familie, Verwandte, Freunde und all die einfach nur „Ein wenig neugierig“!

Wieder ist viel Zeit vergangen, doch es war nicht Absicht. Es ist einfach nur so viel los gewesen. Und wie heißt es so schön; „Rentner haben nie Zeit“… ja, heute kann ich mich nur im Nachhinein bei all den Senioren, über die ich mich früher amüsiert habe, in aller Form entschuldigen… (obwohl die Mehrheit wahrscheinlich eh nicht mehr lebt). Ich glaube das nennt man „Karma“, oder wenn das Leben wiedermal „ätsch“ sagt.

In Gedanken schreibe ich oft und fast regelmäßig hier im Blog… leider habt ihr nichts davon. Das gibt mir jetzt zu denken und bin davon überzeugt, von meine eigene Erfahrungen her, dass ab ein gewisses Alter, der Geist weiter wächst, aber gleichzeitig der Körper und seine Möglichkeiten schrumpft! Ein Dilemma eben, dass die Wissenschaft leider noch nicht im Griff hat!

Meine, doch jetzt besser, unsere Köpfe sind voller Pläne, Ideen und halb angefangene Projekte. Auch einige, auf die wir mit großem Stolz zurückblicken, und uns den „high five“ geben können!

Inzwischen sind John und ich fast ein Jahr zusammen und sehr glücklich!

Das einzige was uns im Weg stand, war der Weg selbst. Und zwar ganze knappe 280 Km davon. Die (meistens) er ein paarmal in der Woche fahren musste. Also haben wir uns entschlossen und es auch getan…

Denn nach sechs Wochen auf engstem Raum in der Ollen Hex und beide heil und lebendig wieder rausgeklettert sind… John ist Ende Mai zu mir gezogen. Das ganze hat uns viel Zeit, Arbeit und Schweiß gekostet. Außerdem kommen die schwerwiegende Entscheidungen hinzu; was behält man/frau, und was kann weg. Zum Glück gehört John nicht zu denen, die nichts wegwerfen können! Somit passen wir eben herrlich zusammen. Ich habe schon lange den Vorteil von unnötigen Ballast loszulassen schätzen gelernt.

Trotzdem, es steckt sehr viel hinter zwei Haushalte in einem zu verwandeln.

Inzwischen ist alles so einigermaßen über die Bühne.

Dann will man/frau auch noch das schöne gemeinsame Leben genießen. Auch in diesem Punkt haben wir uns gesucht und gefunden was Interessen angeht.

Ach ja und da ich davon schreibe; das suchen bis finden war eine Geschichte für sich. Heute kann ich darüber lachen und sollte ein Buch schreiben. Mit Titel wie; „Oh Mann oh Mann… Oma sucht ein Mann“ oder so ähnlich. Habe mich auf so ein weltbekanntes online Portal für Partnersuche angemeldet. Ihr glaubt nicht, was man/frau dort alles so erlebt. Mit halben, Dreiviertel, auch nicht mit 90% wollte ich mich nicht mehr zufrieden geben, ich wusste genau was ich wollte und das kostete mir sieben Monate und X mal so viel an Nerven. Doch am Ende hat sich alles gelohnt!

Zurück zum genießen des Lebens. Die Olle Hex war und ist uns beiden ans Herz gewachsen. Als wir Ende Februar aus dem Südwesten zurück gekehrt sind, hatte John sich drei DIN A 4 Seiten mit über 40 Punkten gefüllt, die an der Ollen repariert oder verbessert werden sollten.

Als wir Ende Mai zum Abschluss des Umzuges ein paar Tage campen sind, es regnete und Freunde mit einen größeren Camper neben uns waren, fingen wir beide an von einer größeren Hex zu träumen. Am letzten Tag verabschiedete sich dann auch noch der Kühlschrank. Wir konnten ihn nicht mal mehr öffnen so stank er nach Ammoniak… da lag unser Entschluss ziemlich fest, uns im Herbst nach einer etwas größeren Hex oder einen „Ollen Bock“ umzuschauen. Wo auch John mit 1,92 noch aufrecht stehen kann.

Um überhaupt mal zu sehen wie diese Dinger so von innen aussehen könnten, etc. Surfte John durch Kijiji, dann meinte er plötzlich; „das kann ja wohl nicht wahr sein. Das Angebot ist viel zu gut. Das kann nur ein Betrug sein. Außerdem ist es größer als das was wir suchen“… drei Stunden später und 150Km entfernt standen wir vor ihr!

Da stand sie „Lilli“… nach einer weiteren knappen Stunde und C$ 100,- Anzahlung gehörte sie quasi uns!

Das Angebot war einfach zu gut um es abzuschlagen, wir mussten zuschlagen!

Ich sagte zu John; „I just want to live, laugh and love and not saving up money without knowing for what.“ deshalb heißt sie LilliLive it, laugh, love it!

Auf deutsch; ich will einfach nur leben, lachen, lieben und nicht Geld sparen für einen nicht begründeten Grund.

Was haben wir jetzt? Einen Hof voller Fahrzeuge.

Seit zwei Wochen arbeiten wir an der Olle Hex um sie auf den Markt zu bringen. Ein zweites unnötiges SUV muss weg und ein Wohnwagen von John steht beim Händler zum Verkauf.

Die O. H. Musste gestrippt werden. Der neue Kühlschrank brauchte einen angemessenen Rahmen um seinen kleinen Umfang zu vertuschen. Als ich ihn einsetzte, zersetzte ich buchstäblich den Schrankspiegel mit meinem Gesäß!

Der Lenolium Fußboden musste erneuert werden… dadurch stießen wir auf neue Überraschungen. Teil des Bodens, und das Geräte Fach außen war durchgerostet, sowie unzählige Roststellen an der Karosserie, etc, etc. … nur um ein paar Dinge zu erwähnen.

Dann hatten wir noch ein paar Geburtstage zu feiern.

Erst John‘s Beitritt im Senioren Club, dann hatte sein Sohn, und Anfang des Monats wurde Sonja 40.

10 x 6 + 5 = 65 Caution John Crossing! Haha

Als wir den ersten Geburtstag feierten, kam ein Sturm und wir blieben für einige Stunden ohne Strom.

Kerzen können ja ganz gemütlich sein, doch sie backen die Lasagne nicht!

Wieder musste improvisiert werden, ich wärmte die Soßen und ein wenig Gemüse auf den Camping Grill und so wurde es trotz allem noch recht lustig, besonders beim „Mensch ärgere dich nicht“, dessen Regeln nur mir bekannt waren. Haha (übrigens, ist sowas noch lange nicht mogeln, nur ein wenig seine Vorteile wahrzunehmen und leicht nutzen).

Einen Tag vor Sonjas 40ten trafen wir uns in der Nähe von Detroit, an einem Park am St. Claire See.

Sie liebt Himbeeren, also überraschte ich sie mit einer Himbeer- Schoko- Torte mit 40 zusammen gebundenen Kerzen die noch aus Kurts Weihnachtskerzenbestand stammten und ich sie als solche eh nicht mehr benutze.

Endergebnis… sie brannten lichterloh und Kurt wäre bestimmt auch froh!

Anschließend sind die Jungs mit uns zurück nach Canada, während ihre Eltern Nachhause fuhren.

Der Rasenmäher das Lieblingsspielzeug der Jungs.

Hier angekommen, wollten die Boys natürlich nur in Lilli schlafen. So haben wir eben 4 Tage vorm Haus gecampt, und anschließend 3 Tage im provincial Park.

Sonja stieß zu uns nach der ersten Nacht im Park. Dann waren wir zu fünft mit Kind und Kegel dann zu siebt! Die Kegel waren diesmal Emmy, die ja immer mit uns campen geht und Sonja brachte ihre kleine süße Dackel Dame „Rosi“.

Emmy war erst ganz und garnicht amused, aber sie haben sich arrangiert, besonders indem sie ihr Futter regelmäßig tauschten.

Gestern sind sie alle wieder heim und ich habe mir fest vorgenommen, hier zu schreiben.

Besonders nachdem in letzter Zeit einige von euch sich gemeldet und Sorgen gemacht haben. Das tut mir leid, das wollte ich nicht.

So, jetzt suche ich noch ein paar Bilder zusammen, dann wird’s ins Netz geschossen!

Ganz liebe Grüße!

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5 thoughts on “Was alles so war…

  1. Hallo Ela, da bin ich ja froh, dass Dich das echte Leben vom Schreiben abgehalten hat 😉 Ganz viel Spaß mit Liili, ich bin schon gespannt auf Eure Touren. Bleibt gesund und glücklich. LG aus dem Black Forest, SonjaM

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  2. Hallo Ela,
    schön mal wieder etwas von dir zu hören. Da habt ihr ja noch eine ganze Menge mit eurer Lilli zu tun.
    Aber es wird sich lohnen wenn man das Leben so genießt wie ihr beide es tut. Ich freu mich für dich.
    Alles Gute für euch zwei.
    Liebe Grüße
    Gabi

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  3. Liebe Ella
    Mit viel Vergnügen habe ich dein “Update” gelesen. Herrlich, was bei dir/euch alles passiert. Pensioniert-Sein ist grossartig, das haben wir auch festgestellt. Wir träumen auch immer wieder von einer “Lilli”, momentan muss der Trailer noch genügen. Und das mit dem Zeitmangel, ja das kann ich auch bestätigen…
    Alles Gute für euch und vergiss nicht, deine Geschichten weiterhin aufzuschreiben – ich finde deinen Blog sehr inspirierend!
    LG Anita

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  4. schön, zu Lesen, dass es euch gut geht.
    Unsere Leben haben wohl so einige parallelen, auch ich lernte meinen neuen Schatz ( nach dem Tod meines Mannes) über eine online-Parnerbörse kennen, er zog zu mir ( auch wenn seinen Wohnung noch existiert), auch wir verleibten uns in ein altes Wohnmobil und renovierten es. nun steht unser Roadrunner in der Werkstatt und wartet auf sein neues Getriebe, dann müssten alle größeren Sachen erledigt sein und es kann auch wieder auf größer Touren gehen.

    habt eine schöne Zeit
    lg gabi

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  5. Hach liebe Ella….das ist so schön dass du dich nun auch hier meldest und soviele Fotos mit einstellst sowie natürlich berichtest. Du weisst ja wie sehr ich mich freue, einfach toll wie sich doch alles entwickelt hat. Schöner kann es gar nicht sein, egal ob mit Lilli, der Familie und an erster Stelle natürlich mit John. Denke sehr oft an dich/euch und das Land welches mir in den letzten Wochen immer wieder mein “Heimweh” zeigt. Schon komisch, wo ich mich doch auch hier so wohlfühle; ich bekomme es nicht aus meinem Schädel….vielleicht stärker geworden durch unser Gespräch 😉 Jedenfalls freue ich mich riesig für euch und wünsche euch weiterhin viel Spaß bei allem was ihr macht.

    Saludos, besitos y abrazos

    N☼va

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