Unsere „Limonade“

Hallo liebe Leser,

mein Blog hat schon viel zu lange geschlafen, und ich habe mir fest vorgenommen ihn wieder zu wecken.

Meine Idee ist, montags morgens wenn John seinen online Video Spanisch Unterricht durchführt, werde ich bloggen. Ob das weiterhin so klappt, ist erstmal in den Wolken geschrieben, schauen wir mal. (Ha ha… inzwischen sind wieder vier Wochen vergangen!)

2020, ist ja für uns allen ein außergewöhnliches Jahr. Sicher hat und wird auch noch jeder so seine eigene Geschichte erleben, doch ich wünsche mir sehr, dass sie positive sind und dass es euch allen gut geht!

Im Leben ist es sehr wichtig, die Zitronen die uns das Schicksal reicht, in Limonade zu verwandeln… ich gebe zu, es gibt auch Fälle, da ist es nicht möglich.

Was bei uns, in diesem Jahr, bisher so war… es hat echt blöd angefangen, ich meine richtig super blöd (um nicht das ordinäre Wort zu benutzen). Ich glaube, das Schlimmste ist doch immer diese Machtlosigkeit zu spüren. Menschen die einem alles bedeuten, sind auf einmal so wahnsinnig weit weg. Zu wissen, dass man nicht da sein kann um Schmerz und Freude mit einer Umarmung zu teilen, braucht seine Weile um es zu akzeptieren.

Sicher ging es vielen so in diesem Jahr, was bisher selbstverständlich war, hatte plötzlich Barrieren.

Zurück zu Februar… wir wussten, dass eine acht wöchige Reise vor uns stand und die Vorfreude brachte uns auf schönen Gedanken.

Aus familiären und anderen Verpflichtungen, mussten wir bis Ende des zweiten Monats warten, bevor wir mit unserer “Lilli” (das Wohnmobil), für acht Wochen (geplant) Richtung Südwest USA Reisen konnten. Wir ließen uns Zeit und wo es uns gerade gefiel, blieben wir 1 – 2 Tage. Kaum in New Mexico USA angekommen, wurde es rapide ernst mit Covid-19 und wir waren gezwungen schnellstmöglich Richtung Heimat zurück zu fahren. Darauf folgten die großen Einschränkungen die ihr ja alle kennt.

Da wir ja beide Rentner sind, ist es zumindest eine finanzielle Beruhigung in der ganzen Situation. Doch die Sorgen um Familie, besonders Kinder, ist natürlich nicht weg zu radieren.

Inzwischen ging der Mai zu Neige und außer ein wenig im Haushalt, Garage und im Garten herum zu zupfen, war eigentlich Ebbe. Und weil wir es eh vorhatten, haben wir uns entschlossen auf der Suche nach unserem eigenen kleinen Traumhaus zu gehen. Sollte alles ganz einfach sein und vor allen sollten die Preise, wegen der Epidemie, in den Keller fallen… dachten wir! Und wieder einmal fiel das Schicksal vor lachen vom Hocker!

Um die Haussuche Erfahrung kurz zu machen; der Markt in der gewünschten Region schrumpfte um 50% des Vorjahres und die Preise stiegen um 30%!!! Autsch…

Sobald ein Haus in unsere Preisklasse auf den Markt erschien und wir es besichtigten, war es auch schon verkauft. Andere Objekte wurden zum Beispiel eine Woche zur Besichtigung gelassen, am Ende der Zeit wurden die Angebote abgegeben und der Höchstzahlende (ca. 30% über den Verkaufspreis) bekam das gute Stück.

Wir waren auf der Suche nach einem Bungalow mit bisschen Grundstück, entweder ländlich, Dorf oder Ortschaft. Natürlich hatten wir unsere Präferenzen…

ich sag euch; wir staunten nur noch!

2020, Menschen kämpfen um Klopapier, Nudeln und Häuser… wer hätte es gedacht!

Hauptgrund scheint der extrem niedrige Zinssatz und viele Städter is klar geworden, dass sie von Zuhause aus arbeiten können und somit sich ein schönes Landhaus zum gleichen Preis als eine zwei Zimmer Wohnung in der Stadt leisten können.

Kurz bevor Enttäuschung und Frust unser Gemüt ganz übernahm, hatte John die gute Idee erstmal eine Haus-such-Pause einzulegen und mit Lilli (hier in Canada) ein wenig Urlaub zu machen. So zu sagen; „unterwegs aber ohne unser Haus zu verlassen“.

Für alle Fälle, ließen wir einen Blankoscheck bei der Maklerin (sie ist eine Freundin und wusste inzwischen was wir suchten).

Über 1000 Km entfernt und eine Woche später, war plötzlich ein Haus im Netz. Maklerin führte uns durchs Haus per Video Gespräch, wir machten online ein Angebot und am folgenden Tag waren wir quasi „Hausbesitzer“!

Wir brachen unser Urlaub ab, denn wir wollten ja auch unser Haus sehen! Daraufhin folgten zwei Wochen Rennerei (ohne zu rennen, denn heut geht ja alles online) mit Bank, Anwalt, Versicherung, entrümpeln, packen, etc.. etc…. und am 14 August war Schlüsselübergabe und somit einen neuen Meilenstein in unser Leben!

In den nächsten Posts erzähle ich euch, was das Haus „unser Haus“, an Arbeit und Herausforderungen mit sich brach.

Ganz liebe Grüße!

3 thoughts on “Unsere „Limonade“

  1. Wow…erst einmal herzlich willkommen zurück in der Bloggerwelt. Da freue ich mich aber sehr drüber, und hätte ich nie gedacht dass ihr auch nochmal ein Haus kaufen wollt. Toll dass ihr eines gefunden habt, und was für ein schönes Haus. Gefällt mir, das was ich so sehe, auch schon sehr gut. Ist mit Verblendern nicht wahr?. Praktisch, so braucht ihr nicht ständig wieder streichen, eine Arbeit weniger^^ Bin schon voll gespannt wie es weitergeht, wohin genau es dich gezogen hat und was es im Umfeld alles zu sehen gibt.

    Euch weiterhin alles Liebe sowie Gute. Passt gut auf euch auf und bleibt gesund.

    Abrazos, Saludos y besitos

    N☼va

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    1. Hallo liebe und treue Petra-Nova!
      Danke für deinen Kommentar und es freut mich ,dass es dir gut geht!
      Das Haus hat keine Verblendungen. Es ist ein sehr altes Haus, mindestens 150 Jahre und zu der Zeit war noch Backsteinbau angesagt.
      Herzliche Grüße!

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