Eine märchenhafte Ballonfahrt!

Einst war es ein großer Traum, doch kommt man/frau erst in den sogenannten „Jahren“, wird es auf der „Löffelliste“ geschoben. Ja, man/frau weiß ja nie wann der Sensenmann kommt und schwuppdiwupp ist man/frau entlöffelt…

Für mich fällt es unter der Kategorie „Lilli“… leben, lachen, lieben! Und für meine Zukunft habe ich mir vorgenommen, einmal im Jahr etwas Außergewöhnliches und Verrücktes zu tun… ok, in diesem Jahr waren wir schon einige Male an diesem Punkt…

Als wir in April auf eine Feier waren, gab es eine Ballonfahrt für zwei Personen zu ersteigern und ja, für weniger als einen Drittel des Wertes, gehörten die Karten uns!

Heute war der große Tag!

Alles stimmte. Wetter einmalig, kaum Wind, Sonnenschein, warm und der Nebel sorgte für eine einmalige Morgenstimmung.

Mehr muss ich nicht dazu schreiben…

…kommt mit am Bord und genießt die Bilder!

Als der eine Ballon tief runter am See flog, sind wir über ihn geflogen
Dann sind wir einmal kurz mit dem Wasser in Berührung und wieder hoch.

Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

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Was alles so war…

Liebe Leser, Familie, Verwandte, Freunde und all die einfach nur „Ein wenig neugierig“!

Wieder ist viel Zeit vergangen, doch es war nicht Absicht. Es ist einfach nur so viel los gewesen. Und wie heißt es so schön; „Rentner haben nie Zeit“… ja, heute kann ich mich nur im Nachhinein bei all den Senioren, über die ich mich früher amüsiert habe, in aller Form entschuldigen… (obwohl die Mehrheit wahrscheinlich eh nicht mehr lebt). Ich glaube das nennt man „Karma“, oder wenn das Leben wiedermal „ätsch“ sagt.

In Gedanken schreibe ich oft und fast regelmäßig hier im Blog… leider habt ihr nichts davon. Das gibt mir jetzt zu denken und bin davon überzeugt, von meine eigene Erfahrungen her, dass ab ein gewisses Alter, der Geist weiter wächst, aber gleichzeitig der Körper und seine Möglichkeiten schrumpft! Ein Dilemma eben, dass die Wissenschaft leider noch nicht im Griff hat!

Meine, doch jetzt besser, unsere Köpfe sind voller Pläne, Ideen und halb angefangene Projekte. Auch einige, auf die wir mit großem Stolz zurückblicken, und uns den „high five“ geben können!

Inzwischen sind John und ich fast ein Jahr zusammen und sehr glücklich!

Das einzige was uns im Weg stand, war der Weg selbst. Und zwar ganze knappe 280 Km davon. Die (meistens) er ein paarmal in der Woche fahren musste. Also haben wir uns entschlossen und es auch getan…

Denn nach sechs Wochen auf engstem Raum in der Ollen Hex und beide heil und lebendig wieder rausgeklettert sind… John ist Ende Mai zu mir gezogen. Das ganze hat uns viel Zeit, Arbeit und Schweiß gekostet. Außerdem kommen die schwerwiegende Entscheidungen hinzu; was behält man/frau, und was kann weg. Zum Glück gehört John nicht zu denen, die nichts wegwerfen können! Somit passen wir eben herrlich zusammen. Ich habe schon lange den Vorteil von unnötigen Ballast loszulassen schätzen gelernt.

Trotzdem, es steckt sehr viel hinter zwei Haushalte in einem zu verwandeln.

Inzwischen ist alles so einigermaßen über die Bühne.

Dann will man/frau auch noch das schöne gemeinsame Leben genießen. Auch in diesem Punkt haben wir uns gesucht und gefunden was Interessen angeht.

Ach ja und da ich davon schreibe; das suchen bis finden war eine Geschichte für sich. Heute kann ich darüber lachen und sollte ein Buch schreiben. Mit Titel wie; „Oh Mann oh Mann… Oma sucht ein Mann“ oder so ähnlich. Habe mich auf so ein weltbekanntes online Portal für Partnersuche angemeldet. Ihr glaubt nicht, was man/frau dort alles so erlebt. Mit halben, Dreiviertel, auch nicht mit 90% wollte ich mich nicht mehr zufrieden geben, ich wusste genau was ich wollte und das kostete mir sieben Monate und X mal so viel an Nerven. Doch am Ende hat sich alles gelohnt!

Zurück zum genießen des Lebens. Die Olle Hex war und ist uns beiden ans Herz gewachsen. Als wir Ende Februar aus dem Südwesten zurück gekehrt sind, hatte John sich drei DIN A 4 Seiten mit über 40 Punkten gefüllt, die an der Ollen repariert oder verbessert werden sollten.

Als wir Ende Mai zum Abschluss des Umzuges ein paar Tage campen sind, es regnete und Freunde mit einen größeren Camper neben uns waren, fingen wir beide an von einer größeren Hex zu träumen. Am letzten Tag verabschiedete sich dann auch noch der Kühlschrank. Wir konnten ihn nicht mal mehr öffnen so stank er nach Ammoniak… da lag unser Entschluss ziemlich fest, uns im Herbst nach einer etwas größeren Hex oder einen „Ollen Bock“ umzuschauen. Wo auch John mit 1,92 noch aufrecht stehen kann.

Um überhaupt mal zu sehen wie diese Dinger so von innen aussehen könnten, etc. Surfte John durch Kijiji, dann meinte er plötzlich; „das kann ja wohl nicht wahr sein. Das Angebot ist viel zu gut. Das kann nur ein Betrug sein. Außerdem ist es größer als das was wir suchen“… drei Stunden später und 150Km entfernt standen wir vor ihr!

Da stand sie „Lilli“… nach einer weiteren knappen Stunde und C$ 100,- Anzahlung gehörte sie quasi uns!

Das Angebot war einfach zu gut um es abzuschlagen, wir mussten zuschlagen!

Ich sagte zu John; „I just want to live, laugh and love and not saving up money without knowing for what.“ deshalb heißt sie LilliLive it, laugh, love it!

Auf deutsch; ich will einfach nur leben, lachen, lieben und nicht Geld sparen für einen nicht begründeten Grund.

Was haben wir jetzt? Einen Hof voller Fahrzeuge.

Seit zwei Wochen arbeiten wir an der Olle Hex um sie auf den Markt zu bringen. Ein zweites unnötiges SUV muss weg und ein Wohnwagen von John steht beim Händler zum Verkauf.

Die O. H. Musste gestrippt werden. Der neue Kühlschrank brauchte einen angemessenen Rahmen um seinen kleinen Umfang zu vertuschen. Als ich ihn einsetzte, zersetzte ich buchstäblich den Schrankspiegel mit meinem Gesäß!

Der Lenolium Fußboden musste erneuert werden… dadurch stießen wir auf neue Überraschungen. Teil des Bodens, und das Geräte Fach außen war durchgerostet, sowie unzählige Roststellen an der Karosserie, etc, etc. … nur um ein paar Dinge zu erwähnen.

Dann hatten wir noch ein paar Geburtstage zu feiern.

Erst John‘s Beitritt im Senioren Club, dann hatte sein Sohn, und Anfang des Monats wurde Sonja 40.

10 x 6 + 5 = 65 Caution John Crossing! Haha

Als wir den ersten Geburtstag feierten, kam ein Sturm und wir blieben für einige Stunden ohne Strom.

Kerzen können ja ganz gemütlich sein, doch sie backen die Lasagne nicht!

Wieder musste improvisiert werden, ich wärmte die Soßen und ein wenig Gemüse auf den Camping Grill und so wurde es trotz allem noch recht lustig, besonders beim „Mensch ärgere dich nicht“, dessen Regeln nur mir bekannt waren. Haha (übrigens, ist sowas noch lange nicht mogeln, nur ein wenig seine Vorteile wahrzunehmen und leicht nutzen).

Einen Tag vor Sonjas 40ten trafen wir uns in der Nähe von Detroit, an einem Park am St. Claire See.

Sie liebt Himbeeren, also überraschte ich sie mit einer Himbeer- Schoko- Torte mit 40 zusammen gebundenen Kerzen die noch aus Kurts Weihnachtskerzenbestand stammten und ich sie als solche eh nicht mehr benutze.

Endergebnis… sie brannten lichterloh und Kurt wäre bestimmt auch froh!

Anschließend sind die Jungs mit uns zurück nach Canada, während ihre Eltern Nachhause fuhren.

Der Rasenmäher das Lieblingsspielzeug der Jungs.

Hier angekommen, wollten die Boys natürlich nur in Lilli schlafen. So haben wir eben 4 Tage vorm Haus gecampt, und anschließend 3 Tage im provincial Park.

Sonja stieß zu uns nach der ersten Nacht im Park. Dann waren wir zu fünft mit Kind und Kegel dann zu siebt! Die Kegel waren diesmal Emmy, die ja immer mit uns campen geht und Sonja brachte ihre kleine süße Dackel Dame „Rosi“.

Emmy war erst ganz und garnicht amused, aber sie haben sich arrangiert, besonders indem sie ihr Futter regelmäßig tauschten.

Gestern sind sie alle wieder heim und ich habe mir fest vorgenommen, hier zu schreiben.

Besonders nachdem in letzter Zeit einige von euch sich gemeldet und Sorgen gemacht haben. Das tut mir leid, das wollte ich nicht.

So, jetzt suche ich noch ein paar Bilder zusammen, dann wird’s ins Netz geschossen!

Ganz liebe Grüße!

Im Herzen immer ein Cowgirl geblieben!

Wieder zuhause… haha, eigentlich schon eine gedehnte Weile. Was soll ich jetzt schreiben? Mich schon wieder entschuldigen? Bringt doch nichts! So bin ich nunmal und basta.

Was ist inzwischen alles passiert? Erstens bin ich noch lange nicht mit dem berichten von unsere Abenteuerreise fertig. Heute nur mal so schnell eine Kurzfassung;

Als wir quasi unterwegs Richtung Nord Arizona waren, sprich Sedona, Flagstaff und Grand Canyon, schlug das Wetter gewaltig um. Schneestürme waren angesagt und wir waren uns sofort einig, umdrehen und zurück Richtung Süden. Auch die Olle Hex war erleichtert!

Wir steuerten noch einige wunderschönen Plätze an und hatten noch ein paar Tage erträgliches Wetter.

Auch anders als ursprünglich geplant, sind wir so weit wir konnten, den Südstaaten entlang zurück gefahren.

New Mexico, Texas, Oklahoma, Arkansas, Tennessee, dann hoch über Kentucky, Ohio, Michigan und nachhause.

Durch 14 US Staaten und ca. 10.000 – 11.000 Km. Genau weiß der Kuckuck… Tachometer steht noch auf gleicher Zahl wie beim Kauf vor zwei Jahren 😉 …

Unterwegs erwähnte John Nashville, und wie toll es wäre uns dort mal umzuschauen. Er musste nicht betteln, denn Nashville war auch schon seit langen mein Traum.

Er wollte mich dort zum Valentinstag ausführen. Und so geschah es; pünktlich am Nachmittag sind wir in der legendären „Country and Western Music City” angekommen. Da wir abends ein wenig feiern wollten, verbrachten wir eine Nacht im Hotel. 

Erst sind wir in einem Saloon gelandet… nein, nicht mit echten Schwingtüren, Holzboden und Kerosinlampen von der Decke hängend… auch begrüßte uns kein Duft von Zigarren, Schnaps und Schießpulver … ist eben der Zeit angepasst, ziemlich modern. 

Trotzdem war es sehr schön, gemütlich und konnten leckere Spareribs genießen. Eine Liveband spielte die passende Musik und auf der Tanzfläche wiegten sich die (falschen) Cowboys und Cowgirls. Trotzdem fand ich es toll, wie selbstbewusst und stolz sie ihre offensichtlich Lieblingskleidung und Stiefel trugen. (Irgendwie so wie das Dirndl in Bayern selbstverständlich ist).

Schon oft erzählte ich John von mein Kind- und -Jugend Leben auf der Farm in Paraguay.  

Als dann ein typischer Tanz so mit imaginären Lasso werfen und viel  „Yeehaa“ getanzt wurde, meinte John zu mir; „im Vergleich von all den Frauen die hier als Cowgirls angezogen sind, bist wahrscheinlich du die einzige Echte“.

Als wir dann das Lokal verließen um noch durch die Straßen zu ziehen, versuchte John ständig mich in einem Cowboy Stiefel Geschäft zu schieben. Ich währte mich, denn konnte mir diese harten, eng und spitzen Dinger an meinem empfindlichen Füßen einfach nicht vorstellen. 

Irgendwann gab ich auf und probierte mir tatsächlich so ein paar Stiefel an… haha… im Gegensatz all meiner Bedenken, sind die Dinger echt bequem. Ich habe mich total in den Stiefeln verliebt und John kaufte sie mir! Yeehaa!!!

Natürlich musste ich erstmal lernen wie die frisch gebackene Cowfrau die Dinger an und aus zieht… jaja, die haben keinen Reißverschluss! 

Neulich bin ich hier ausgegangen und John war in Aurora bei sich zuhause. Also musste ich irgendwie die Dinger auch wieder von den Füßen kriegen. Schließlich wollte ich nicht gestiefelt ins Bett. Da fand ich eine gute Lösung:

Auf den Couchtisch stehen und abziehen! Na geht doch! (Inzwischen hat mir John ein „Bootjack“ besorgt.)

Zurück zu Nashville.

Die Stadt hat was! Besonders bei Nacht.

Überall ist Musik zu hören. Jede Menge Bars, Geschäfte und einzigartige klein Museen. 

Maulesel mit Nagellack!

Das Leben auf der Straße ist bunt, ein wenig schräg und total auf Western und Country eingestellt. 

Für uns beiden hat sich ein weitere kleiner Traum erfüllt!

Von Nashville sind wir dann weiter hoch bis Cincinnati gefahren und besuchten Sonja und ihre Familie. Sehr schön sie alle wieder zu sehen.

Einen Abend haben wir die Familie zum Obdachlosen Haus begleitet. Nein, sie haben uns dort nicht abgeliefert… sie helfen schon seit ein paar Jahren ehrenamtlich bei der Essensausgabe einmal im Monat. Wir haben nur geholfen. 

Ungefähr 170 Obdachlose bekommen ein gutes Essen und anschließend essen auch die Helfer zusammen mit den etwas unterprivilegierten und durch nette Unterhaltung, erfährt man/frau, dass auch diese Menschen genauso Herz und Hirn haben, wie diejenigen die glücklicherweise einen Dach übern Kopf haben! Es war sehr beeindruckend und ich bin stolz, dass meine Tochter regelmäßig dort zusammen mit Mann und Kinder aushilft. 

Am nächsten Tag war Basketball vom Pumuckl sein Team angesagt, kleine Stadttour und essen. 

Am Sonntag, nach sechs Wochen und einen Tag unterwegs, sind wir dann zurück nach Canada.

So schön wie es auch war wieder zuhause zu sein… ich wäre am liebsten wieder in die Olle Hex gestiegen und mit John ins nächste Abenteuer getaucht!

Vielleicht hat das Fernweh dazu getragen, dass ich unmittelbar nach unsere Rückkehr krank wurde. Ich dachte erst eine Erkältung, es wurde auch besser, dann wieder schlimmer… bis ich zum Arzt bin. Wieder mal so eine starke Sinusitis. Hirnhöhlenentzündung… inzwischen nehme ich die vierte Woche Antibiotika.

Eigentlich nicht richtig krank, aber immer schlapp wenn ich morgens unausgeruht und mit starken Druck im Kopf aufstehe.

Inzwischen geht es mir wieder richtig gut, habe gelernt, dass das Nichtstun auch ordentlich geplant und ausgeführt werden muss.

Die Jahreszeit, so wie das lange Liegengebliebene, fordert im Moment unsere ganze Aufmerksamkeit und Arbeitskraft. Ich bin froh nicht mehr ganz allein zu sein. Man/frau wird nicht jünger und es ist einfach so schön ein wenig gehätschelt zu werden!

In diesem Sinne, viele liebe Grüße und alle weiteren Erlebnisse von Arizona und New Mexico folgen nach und nach. 

Es gibt Dinge…

…die ändern sich nie… so auch der “Wilde Westen” sich nicht ändert!

Nur mal so zwischendurch einen Kurzen: Was uns in Arizona immer und immer wieder… eigentlich ständig… aufgefallen ist; Waffen und dessen Gebrauch ist hier so üblich wie bei uns das täglich Brot.

Ich meine so wie in -Zivilperson einkaufen im Supermarkt um die Ecke mit Waffengurt und geladene Waffe- eh wirklich? Ja, wirklich!

Oder die vielen Glasscherben von Flaschen, die mal als Zielscheiben dienten, die wie ein glitzerndes Meer am Wegrand schimmern.

Was in Paraguay die Farmacia und die Gomería für jedes noch so kleinste Dorf ist, ist hier das Waffengeschäft. Mit Ankauf, Verkauf und Umtausch wird auf einem Schild geworben.

Vielen so genannten BLM Campingplätze werden auch gerne als Schießübungsplätze benutzt. Neulich, irgendwo zwischen Cottonwood und Sedona fanden wir diesen wunderschönen Platz zum übernachten. Ich machte mir die Mühe und sammelte was so um uns herumlag. Ja, es war fast wie Ostereier suchen, nur… heeeee?

Aber was sag ich da? In New Mexico ist es auch nicht besser. Als wir Stundenlang durch den National Forest, in Richtung Gila Dwelling National Monument durch die Berge kurvten und es dort nur so an Vorsichtsschilder wimmelt, fanden wir nur ein einziges in der nähe eines Mini-Dorfes, das nicht als Zielscheibe genutzt wurde.

Andere Länder, andere Sitten. Ich bin froh, dass bei uns das Waffengesetz noch ein wenig strenger ist. Denn nach all meinen Erfahrungen, bekomme ich heute noch Gänsehaut, wenn ich eine Waffe, oder dessen Spuren sehe.

Liebe Grüße!

Montezuma Castle und Brunnen

Es wurde langsam Zeit weiter in Richtung Norden zu ziehen, obwohl es im Süden doch so schön und Wettermäßig angenehm war.

Ziel sollte so ganz grob erstmal Sedona sein. Aber das schöne an unsere Reise ist in erster Linie, dass wir gar keinen Plan haben. 

Wir lassen uns in erster Linie vom Wetter treiben. Schließlich sind wir hier her weil wir den Winter ein wenig entfliehen wollten. Dann checken wir was wo in der Nähe lohnenswert anzusehen ist.

Wo wir tolle Wandertouren machen können und letztlich wo wir übernachten können.

Als ich auf der Autobahn das Schild für Camp Verde sah, klingelte irgendwas und bat John diese Abfahrt zu nehmen. 

Richtig, hier ist ja der Montezuma Castle und etwas weiter der gleichnamige Brunnen.

Einfach beeindruckend! 

Es heißt, dass die erste sesshafte Kultur, die Hohokam aus dem Süd- und Mittel Arizona gewesen sind. Irgendwann zwischen 700. und 900. Jahrhundert.

Es war auch dieser Stamm, der diese 20 Raum „Wohnungen“ über fünf Etagen, irgendwann zwischen 1100 und 1300 bauten.

Viel später und von den ersten amerikanischen Siedler entdeckt, wurde angenommen, dass diese Bauten Azteken Ursprung sei, daher auch der Name „Montezuma Castle“.

Auch wenn auf dem Fotos nicht so imposant, kann Ich nur das Gegenteil behaupten. 

Eine ganze Gemeinde hauste hier, waren sesshaft und bauten Mais, Kürbisse, Bohnen und Baumwolle auf den 30 Meter tieferliegenden Felder am Verde Fluss an. 

Wie gut erkennbar in diesem nachgemachtem Mini-Modell. 

Durch den Riesen weisen Felsen wirkt der Himmel extrem dunkelblau, ist aber total echt!

Einige Kilometer entfernt besuchten wir den Montezuma Brunnen. Irgendwie bizarr; so ein Wasserloch in der Wüste… 

Auch hier viel größer und eindrucksvoller als auf ein paar Fotos. 

Es ist wirklich ein Brunnen und kein See. 

Das Becken besteht aus Kalkstein und ist sehr tief, aber genau ist wegen des Wasserdrucks, das 1.000 Gallonen in der Minute hochpumpt, nicht messbar.

Das Wasser fließt auch wieder unter und zwischen den Felsen weit weg in den Verde River. 

Auch hier waren Wohngemeinschaften in den Innenwänden des Brunnens.

Zwischen 1125 und 1400, lebten hier 100 bis 150 Menschen.

Und das wars wieder für heute… bis zum nächsten Mal und ganz liebe Grüße!

Apache Trail und Canyon Lake

Östlich von Phoenix erstreckt sich der schöne Tonto National Forest. Von dort aus schlenkert sich der Apache Trail Weg Nordosten Richtung Roosevelt und den gleichnamigen See durch eine tolle Bergkette. 

Atemberaubend und empfehlenswert!

Leider ist dieser nur bis zur Hälfte asphaltiert, und die zwar gut ausgearbeitete Schotterstraße, bildet durch seine Nutzung einen sehr ausgeprägten Waschbrett Effekt. Was wiederum der Ollen Hex total zum schäppern bringt und wir ernsthaft um all ihre Schrauben, die sie zusammenhalten, bangen müssen.

Immerhin verbrachten wir irgendwo in den Bergen eine ruhige Nacht und führen am nächsten Tag zurück. 

Leider können die wahren Impressionen bildlich einfach nicht mitgeteilt werden. Es ist einfach zu groß, gewaltig und einzigartig.

Trotzdem, ich hoffe ihr erfreut euch ein wenig an der wunderschönen Landschaft und sei ganz lieb gegrüßt!


The Lost Dutchman

Der verlorene Holländer… oder, soll ich lieber der verlorene Niederländer schreiben… spielt auch irgendwie keine Rolle und ich weiß auch nicht warum er verloren ging… nur das unser Campingplatz so hieß.

Ihr werdet es nicht glauben, aber ich bin selbst neugierig geworden und habe mal nachgeforscht… haha, nix Niederländer! Es handelt sich hier um die legendäre Goldmine, die nach dem deutschen Immigranten Jacob Wells (ca. 1810 – 1891) genannt ist. Aus Deutschmann wurde Dutchman.

Die Mine hat er geheim gehalten und es wird bis heute immer noch weitergesucht. 8000 Menschen sollen jährlich nach diesem Schatz suchen. Auch sind schon einige sind bei der Aktion ums Leben gekommen..

Angeblich soll es sich um eine der reichsten Minen überhaupt handeln.

Hierzu gibt es eine große Variante an Legenden. So, und jetzt wissen wir’s!

Wie schonmal erwähnt, übernachten wir immer nur alle paar Tage auf einen sogenannten Hookup, um mal wieder am Strom zu hängen und lange unter einer heißen Dusche zu stehen. Eine kleine Rolle spielt auch die besseren Internet Verbindung. In der Wildnis haben wir nur ganz selten Empfang.

Neulich wurde ich gefragt, ob die Olle Hex ein Klöchen hat. (Sorry, dass ich nicht persönlich antworte, aber es ist nicht immer leicht, da wir uns überwiegend in Gegenden ohne Netz aufhalten.)

Hat sie. Auch eine kleine Küche mit drei Wege Kühlschrank (Strom, Gas und Batterie), Mikrowelle, Gasherd und Spüle… natürlich alles im Puppenhaus Format, aber sehr gut durchdacht und vollkommen ausreichend.

Gasheizung. Wasser Tank, den wir aber nicht benutzen, weil dieser und seine Rohre nicht isoliert sind und bei diesen Temperaturen leicht platzen können. Heute Nacht z.B. Werden es gerade mal -7 Grad.

Zurück zum Campingplatz… der eigentlich genauso wie seinen Namen nichts zur Sache tut… nur, das dieser auch am Fuße des Superstition Mountain (Aberglaube Berg) lag und eigentlich ganz nett war.

Am nächsten morgen sind wir diesen tollen Berg hochgewandert und euch ein paar Fotos mitgebracht.

Übrigens wir wandern sehr viel und manchmal fragen wir uns schon, was wir uns da wohl wieder eingebrockt haben. Doch es tut gut und wie ich immer sage; die schönsten Orte auf dieser Welt, kommt man/frau nur zu Fuß hin!

…und hätten wir diese Geschichte schon früher gekannt… würden wir wahrscheinlich jetzt noch den Berg und seine Umgebung nach dem Gold absuchen!

Liebe Grüße!