Montezuma Castle und Brunnen

Es wurde langsam Zeit weiter in Richtung Norden zu ziehen, obwohl es im Süden doch so schön und Wettermäßig angenehm war.

Ziel sollte so ganz grob erstmal Sedona sein. Aber das schöne an unsere Reise ist in erster Linie, dass wir gar keinen Plan haben. 

Wir lassen uns in erster Linie vom Wetter treiben. Schließlich sind wir hier her weil wir den Winter ein wenig entfliehen wollten. Dann checken wir was wo in der Nähe lohnenswert anzusehen ist.

Wo wir tolle Wandertouren machen können und letztlich wo wir übernachten können.

Als ich auf der Autobahn das Schild für Camp Verde sah, klingelte irgendwas und bat John diese Abfahrt zu nehmen. 

Richtig, hier ist ja der Montezuma Castle und etwas weiter der gleichnamige Brunnen.

Einfach beeindruckend! 

Es heißt, dass die erste sesshafte Kultur, die Hohokam aus dem Süd- und Mittel Arizona gewesen sind. Irgendwann zwischen 700. und 900. Jahrhundert.

Es war auch dieser Stamm, der diese 20 Raum „Wohnungen“ über fünf Etagen, irgendwann zwischen 1100 und 1300 bauten.

Viel später und von den ersten amerikanischen Siedler entdeckt, wurde angenommen, dass diese Bauten Azteken Ursprung sei, daher auch der Name „Montezuma Castle“.

Auch wenn auf dem Fotos nicht so imposant, kann Ich nur das Gegenteil behaupten. 

Eine ganze Gemeinde hauste hier, waren sesshaft und bauten Mais, Kürbisse, Bohnen und Baumwolle auf den 30 Meter tieferliegenden Felder am Verde Fluss an. 

Wie gut erkennbar in diesem nachgemachtem Mini-Modell. 

Durch den Riesen weisen Felsen wirkt der Himmel extrem dunkelblau, ist aber total echt!

Einige Kilometer entfernt besuchten wir den Montezuma Brunnen. Irgendwie bizarr; so ein Wasserloch in der Wüste… 

Auch hier viel größer und eindrucksvoller als auf ein paar Fotos. 

Es ist wirklich ein Brunnen und kein See. 

Das Becken besteht aus Kalkstein und ist sehr tief, aber genau ist wegen des Wasserdrucks, das 1.000 Gallonen in der Minute hochpumpt, nicht messbar.

Das Wasser fließt auch wieder unter und zwischen den Felsen weit weg in den Verde River. 

Auch hier waren Wohngemeinschaften in den Innenwänden des Brunnens.

Zwischen 1125 und 1400, lebten hier 100 bis 150 Menschen.

Und das wars wieder für heute… bis zum nächsten Mal und ganz liebe Grüße!

Apache Trail und Canyon Lake

Östlich von Phoenix erstreckt sich der schöne Tonto National Forest. Von dort aus schlenkert sich der Apache Trail Weg Nordosten Richtung Roosevelt und den gleichnamigen See durch eine tolle Bergkette. 

Atemberaubend und empfehlenswert!

Leider ist dieser nur bis zur Hälfte asphaltiert, und die zwar gut ausgearbeitete Schotterstraße, bildet durch seine Nutzung einen sehr ausgeprägten Waschbrett Effekt. Was wiederum der Ollen Hex total zum schäppern bringt und wir ernsthaft um all ihre Schrauben, die sie zusammenhalten, bangen müssen.

Immerhin verbrachten wir irgendwo in den Bergen eine ruhige Nacht und führen am nächsten Tag zurück. 

Leider können die wahren Impressionen bildlich einfach nicht mitgeteilt werden. Es ist einfach zu groß, gewaltig und einzigartig.

Trotzdem, ich hoffe ihr erfreut euch ein wenig an der wunderschönen Landschaft und sei ganz lieb gegrüßt!


The Lost Dutchman

Der verlorene Holländer… oder, soll ich lieber der verlorene Niederländer schreiben… spielt auch irgendwie keine Rolle und ich weiß auch nicht warum er verloren ging… nur das unser Campingplatz so hieß.

Ihr werdet es nicht glauben, aber ich bin selbst neugierig geworden und habe mal nachgeforscht… haha, nix Niederländer! Es handelt sich hier um die legendäre Goldmine, die nach dem deutschen Immigranten Jacob Wells (ca. 1810 – 1891) genannt ist. Aus Deutschmann wurde Dutchman.

Die Mine hat er geheim gehalten und es wird bis heute immer noch weitergesucht. 8000 Menschen sollen jährlich nach diesem Schatz suchen. Auch sind schon einige sind bei der Aktion ums Leben gekommen..

Angeblich soll es sich um eine der reichsten Minen überhaupt handeln.

Hierzu gibt es eine große Variante an Legenden. So, und jetzt wissen wir’s!

Wie schonmal erwähnt, übernachten wir immer nur alle paar Tage auf einen sogenannten Hookup, um mal wieder am Strom zu hängen und lange unter einer heißen Dusche zu stehen. Eine kleine Rolle spielt auch die besseren Internet Verbindung. In der Wildnis haben wir nur ganz selten Empfang.

Neulich wurde ich gefragt, ob die Olle Hex ein Klöchen hat. (Sorry, dass ich nicht persönlich antworte, aber es ist nicht immer leicht, da wir uns überwiegend in Gegenden ohne Netz aufhalten.)

Hat sie. Auch eine kleine Küche mit drei Wege Kühlschrank (Strom, Gas und Batterie), Mikrowelle, Gasherd und Spüle… natürlich alles im Puppenhaus Format, aber sehr gut durchdacht und vollkommen ausreichend.

Gasheizung. Wasser Tank, den wir aber nicht benutzen, weil dieser und seine Rohre nicht isoliert sind und bei diesen Temperaturen leicht platzen können. Heute Nacht z.B. Werden es gerade mal -7 Grad.

Zurück zum Campingplatz… der eigentlich genauso wie seinen Namen nichts zur Sache tut… nur, das dieser auch am Fuße des Superstition Mountain (Aberglaube Berg) lag und eigentlich ganz nett war.

Am nächsten morgen sind wir diesen tollen Berg hochgewandert und euch ein paar Fotos mitgebracht.

Übrigens wir wandern sehr viel und manchmal fragen wir uns schon, was wir uns da wohl wieder eingebrockt haben. Doch es tut gut und wie ich immer sage; die schönsten Orte auf dieser Welt, kommt man/frau nur zu Fuß hin!

…und hätten wir diese Geschichte schon früher gekannt… würden wir wahrscheinlich jetzt noch den Berg und seine Umgebung nach dem Gold absuchen!

Liebe Grüße!

Cowboy Charro

Gibt es einen besseren Ort, als den wilden Westen um Western Filme zu drehen? Nee… deshalb sind wir hier häufig auf solche alten Drehstellen gestoßen. 

Manche nutzen diese als Einkommensquellen, verlangen Eintritt und engagieren zusätzlich ein paar Schauspieler die sich, professionell und dramatisch, mit Platzpatronen gegenseitig übern Haufen schießen. Ganz nett für Kinder und bestimmt für so manchen Erwachsenen, aber nicht so mein Ding… vielleicht weil ich ein wenig mit dem echten „Paraguayischen wilden ernsten Westen“ aufwuchs. 

Anders am Fuße des Superstition Mountains, bei dem „Apache Junction“, östlich von Phoenix, hier ist so ein alter Drehort, der sich besonders durch den einzigen Elvis Cowboy Film rühmt.

Hier wird kein Eintritt verlangt und wer will, kann sich vor dem King in der kleinen Kapelle auch trauen lassen.

Ja genau, Elvis ist natürlich die Hauptfigur, obwohl im großen Schuppen/Saloon ein paar hundert Bilder von sehr berühmten Western Schauspieler hängen. 

Auch der Galgen steht noch, genau wie das Gefängnis und den Sheriff sein Office. 

Auch der „Blacksmith“ ist sehr originell. 

Am gleichen Ort ist die „Superstition Mountain Mining Company“. Eine Rolling Mill die Steine zerkleinert, oder mahlt.

Besonders all das was so rostend herumlag und stand, zog meine Aufmerksamkeit auf sich.

Natürlich fehlt in dieser Region auch nicht ein uralter Saguaro Kaktus… 

Ja, im großen Ganzen fanden wir diesen Ort schon sehr originell, gewürzt mit einen schmunzeln für Elvis!

Habt ein schönes Wochenende und seid ganz lieb gegrüßt!